In der Mitte des einen Bildes ist die südjütländische Landschaft aus der Vogelperspektive zu sehen, mit Christiansfeld etwas südlich der alten Grenze bei Kolding und mit Wolken, die an ”es hat neulich geregnet” erinnern. Auf dem zweiten Bild steht der deutsche Amtsvorsteher breit und mächtig mit den Daumen vor seiner Jacke und überwacht, wie seine Gendarmen den Eingang zum neuen dänischen Versammlungshaus verplomben, welches von Architekt Carl Volmer aus Kopenhagen erbaut worden war. Der Vorsitzende der „Gesellschaftsvereinigung“, der von den Deutschen „Staatsfeind“ genannt wurde, hieß Christian Finnemann. Er ist mit auf dem Bild und man kann ihn sehen, wie er seinen dänischen Gesinnungsgenossen einen Platz im Pferdewagen anbietet. Er will zu seinem Hof nach Taarning fahren. Dort kann das Fest stattfinden.

Aber als alle sich auf Finnemanns Hof gesetzt haben, stoppt der Amtsvorsteher, der in der deutschen Verwaltung auch polizeiliche Befugnisse hatte, Finnemann in seiner Willkommensrede:

Alles war wieder im Aufbruch, da klang schneidig Finnemanns Stimme durch das Getümmel: Wir gehen auf die andere Seite der Grenze rüber – und mehrere Hundert wanderten in einer Schar zu dem Krug von Friedrichshoch in Dänemark. Die Gendarmen und der Amtsvorsteher sahen ihnen am Grenzbaum bissig nach.

So war das damals, und erst nach 1920, als Christian X. durch die sieben Ehrenportale bei Christiansfeld geritten war, kam der Versammlungshof zu seinem Namen – Frej – das südjütländische Dialektwort für Frieden. Da wurde der Dannebrog von einer Kiste aus hochgezogen und entfaltete sich für jung und alt.