2007 waren es 50 Jahre her, dass die FREJ-Bilder von Stefan Viggo Pedersen am 60. Geburtstag des Versammlungshauses eingeweiht wurden – und es sind heute 110 Jahre her, dass sich die nachstehende Begebenheit zugetragen hatte.

Der Bericht wurde 1957 von dem Journalisten Frode Kristofferson angefertigt und wird hier mit seiner Zustimmung wiedergegeben:

Staub lag auf dem vertrockneten Kuchen, und der Kaffee in den Tassen war verdunstet. Aber es waren ja auch eineinhalb Jahre her, dass der deutsche Amtsvorsteher Valentiner den Eingang zum dänischen Versammlungshaus (FREJ) am Tag der Einweihung desselben von Gendarmen verriegeln ließ.

Auf Weisung durch den deutschen Regierungspräsidenten und sicher inspiriert von der damals am meisten gefürchteten deutschen Gestalt, Oberpräsident von Köller in Schleswig.

Die Dänen in Christiansfeld ließen die Sache vor Gericht bringen. Zuerst in Hadersleben, danach in Flensburg. Schließlich ging es zum Reichsgerichtshof nach Leipzig. Dann war die Sache aus für den nationalistischen Streit und die Erbauer des Versammlungshauses in Christiansfeld bekamen Recht. Der Amtsvorsteher musste die Tür für die dänische Bevölkerung in dem 800-Seelen Flecken, der für die Brüdergemeinde und Honigkuchen bekannt ist, wieder öffnen und sie setzten sich an den Tisch, der unberührt geblieben war, während die Sache in drei Instanzen verhandelt wurde.

Dieser Tage versammeln sich zur Erinnerung über 100 Leute, um im Festsaal des Versammlungshauses Frej das Jubiläum zu begehen und für die Einweihung mit dem Maler Stefan Viggo Pedersen. Der Ny Carlsbergfonds hatte die Ausgestaltung gestiftet.