Die Beinprothese hatte dem Hausmann Hans Peter Degn aus Favervraa bei Christiansfeld gehört. Er wurde am 7. Juli 1862 in Tyrstrup geboren und starb am 15. Mai 1945 in Favervraa.

Im Alter von 16 Jahren – 1878 – wurde Hans Peter Degn das Schienbein aus dem linken Gelenk wegen Knochenfraß entfernt. Die Operation fand im Großen und Ganzen ohne Betäubung statt.

Der örtliche Schmied in Froerup stellte eine Eisenprothese zur Stütze für das Wadenbein von Hans Peter Degn her. Damit lebte er bis zu seinem Tod 1945. Nachts stellte Hans Peter Degn die Prothese in seine Bettnische.

Trotz seiner Behinderung ernährte er sich mehr als 30 Jahre lang als Landarbeiter und Milchkutscher für die Meierei in Tyrstrup. Als Milchkutscher fuhr er oft über die Grenze nach Friedrichshoch in Dänemark. Bei diesen Gelegenheiten benutzte er oft die Beinprothese und den dazugehörigen Stiefel (den das Museum nicht hat) um Seife, Kautabak und andere Mangelgüter über die Grenze zu schmuggeln.